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Das Nachrichtenportal der Großregion Trier
Festlärm: Stadt quartiert Anwohner aus
20/10 - 2017
Ein Schweicher Bürger bekommt Übernachtungen in einer Pension bezahlt, weil ihn die laute Musik beim Stadtfest stört.
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Tennis in Luxemburg: Deutsche Carina Witthöft kämpft sich ins Finale
20/10 - 2017
Für die Hamburgerin Carina Witthöft ist der erste Titelgewinn auf der Tennis-Profitour zum Greifen nah. Die 22-Jährige, aktuelle Nummer 73 der Weltrangliste, steht im Finale des Damentennisturniers im luxemburgischen Kockelscheuer. Sie besiegte am Freitagabend die Französin Pauline Parmentier in drei Sätzen mit 7:6, 1:6 und 6:3.
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Millionen Menschen sterben wegen verpesteter Luft
20/10 - 2017
Die Umweltverschmutzung fordert weltweit Opfer. Hauptverursacher sind Autos und Fabriken.
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Wütende Wildschweine versetzen Kleinstadt in Angst Todesschuss
20/10 - 2017
Wildschweine verbreiten in Schleswig-Holstein Angst und Schrecken. In der Innenstadt von Heide greifen sie Menschen an und verletzen vier von ihnen. Nicht einmal eine Bankfiliale ist vor Angriffen sicher.
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Beschlüsse des EU-Gipfels: Sicherheit, Digitales, Migration
20/10 - 2017
Beim EU-Gipfel standen mit Digitalisierung, einer gemeinsamen Verteidigungspolitik und Migration wichtige europäische Zukunftsthemen auf der Agenda. Während es in der Brexit-Debatte keinen Fortschritt gab, einigten sich die Staats- und Regierungschefs in anderen Fragen auf eine gemeinsame Strategie.
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Mit 12 Hanf-Wassereimern die Wehr 1903 gegründet

Am 10. 1. 1903 wurde durch den Bürgermeister Wallstein aus Hermeskeil und Vorsteher Johann Eiden (Volksname Gorges Hannes) aus Reinsfeld die Feuerwehr in Reinsfeld gegründet. 35 Männer meldeten sich und traten der Wehr bei, um des Nächsten Hab und Gut zu schützen. Als vorläufiger Wehrführer wurde der Ortspolizeidiener Hans beauftragt. Es wurden 12 Stück Hanf-Wassereimer gekauft und 1 Druckspritze mit Schläuchen angeschafft.

Später wurde der Gast- und Landwirt Nikolaus Schirra zum Wehrführer gewählt, der die Wehrführung bis zum Jahre 1905 innehatte. Dann wurde der Schmiedemeister Johann Weber-Eiden zum Wehrführer bestimmt und derselbe führte die Wehr bis zum 20. 8. 1926. Die Großbrände in Reinsfeld zwischen den Jahren 1903 und 1926 waren folgende: Bei Johann Weber, Fabrikstraße, im Jahre 1905, bei Görgen in Reinsfeld, Heiligkreuz, 1906, bei Fa. A. v. Hammerstein 1911, bei Nikolaus Hans 1912, bei Nikolaus Scholer 1913, Gasthaus Ostermann in Höfchen 1913, großer Waldbrand bei Waidmannshejl 1916, bei Nikolaus Eiden-Philipps 1922, und verschiedene Waldbrände an der Bahnstrecke zwischen Reinsfeld und Kell.

Am 20. 8. 1926 wurde in Reinsfeld eine Freiwillige Feuerwehr durch den Bürgermeister Freiherrn von Wendt aus Hermeskeil, Kreisbrandmeister Wolf aus Trier, und Vorsteher Nikolaus Kolz-Eiden aus Reinsfeld, gegründet. Als Wehrführer und Oberbrandmeister wurde von der Wehr Johann Jager-Eiden gewählt. Als dessen Stellvertreter wurde Nikolaus Rausch-Eiden, als Brandmeister Karl Manderscheid, der zugleich auch Schriftführer wurde, und als Kassierer Jakob Lenz bestimmt. Ferner wurde der bisherige Wehrführer Johann Weber-Eiden zum Ehren-Oberbrandmeister ernannt. Es wurden Löschmeister und Zugführer bestimmt: Peter Eiden-Müller, Peter Engler-Zimmer und Matthias Becker-Schell. Den Sanitätsdienst versahen die Wehrmänner Nikolaus Arend und Adam Neisfing. Als Wasserwarte wurden Johann Weber und Peter Kaup bestimmt. Es wurden neue Schläuche, 1 Schlauchwagen, 1 Leiterwagen, Leitern, Standrohre und Strahlrohre angeschafft, und die Feuerwehrmänner mit Uniformen ausgestattet.

Übermenschliche Leistungen in schweren Kriegszeiten

In den Jahren 1928 bis 1935 wurde die Wehr von nachstehenden Brandmeistern geführt: Peter Eiden-Müller, Johann Kolz-Adams, Heinrich Eiden-Heck, Johann Herloch und Peter Engler-Zimmer. Im Jahre 1935 erhielt die Wehr eine Motorspritze und ein neues Gerätehaus, welches mit der neuen Schule gebaut wurde.
Im Jahre 1936 musste der Wehrführer Johann Jager-Eiden das Amt als Wehrführer infolge Krankheit niederlegen und es wurde Johann Herloch zum Wehrführer und stellvertretenden Amtswehrführer ernannt. Im Jahre 1944 wurde der Wehrführer Johann Herloch bei einem Bombenangriff tödlich verletzt und die Wehrführung übernahmen Peter Engler-Zimmer und Matthias Schuler.

Bei den Fliegerangriffen auf den Trierer Raum im Dezember 1944 wurde die Reinsfelder Wehr mehrere Male mit ihrer Motorspritze in der Stadt Trier eingesetzt. Die Wehrmänner leisteten Übermenschliches, sie standen oft 2 - 3 Tage und Nächte in ununterbrochenem Einsatz, um ihren bedrohten Mitmenschen zu helfen. Nach dem Zusammenbruch im Jahre 1945 gingen fast sämtliche Geräte und die Uniformen verloren. Die Stärke der Wehr wurde durch Kontrollratsbeschluß auf 15 Mann reduziert, so dass praktisch ein Brandschutz nicht gewährleistet war.

Erst im Jahr 1950 gelang es dem Bürgermeister Hornetz mit Unterstützung des damaligen Amtsbürgermeisters Hang aus Hermeskeil, die Freiwillige Feuerwehr Reinsfeld neu aufzustellen, nachdem seitens der Militärverwaltung die Stärkebeschränkung aufgehoben war. Zahlreiche junge Männer der Gemeinde stellten sich jetzt der Feuerwehr zur Verfügung und es konnte mit einem geordneten Dienstbetrieb begonnen werden. Von der Wehr wurde Johann Weber-Stüber als Wehrführer und als Brandmeister und Zugführer Nikolaus Rausch und Emil Eiden gewählt und von der Gemeindevertretung bestätigt. Die Gemeinde stattete die Feuerwehr mit modernen Löschgeräten aus, die sich im Laufe der Jahre bei zahlreichen Einsätzen innerhalb des Ortes und bei nachbarlicher Löschhilfe bestens bewährten.

Als der langjährige Wehrführer Johann Weber die ehrenvolle Berufung zum Amtsbrandmeister der Amtsverwaltung Hermeskeil erhielt, wurde Hermann Schömer zum neuen Wehrführer gewählt. Der Kreisfeuerwehrtag 1960 des Landkreises Trier, mit dessen Ausrichtung die Freiwillige Feuerwehr Reinsfeld beauftragt wurde, wird in der Geschichte unserer Feuerwehr ein Meilenstein sein und bleiben. 

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